{"id":17,"date":"2018-05-03T15:42:51","date_gmt":"2018-05-03T13:42:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/?page_id=17"},"modified":"2025-05-19T18:31:25","modified_gmt":"2025-05-19T16:31:25","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/?page_id=17","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:17px\"><span style=\"color: #000000;\">Man nimmt an, dass der Ort eine Gr\u00fcndung des um 1250 verstorbenen Kuenringers Hadmar IV, genannt \u201eder Bucklige\u201c, ist. Er hatte keine direkten Nachkommen, so dass Harmannsdorf an die Herren von Maissau gelangte, die es als Lehen an ihre Dienstleute weitergaben. 1254 wird ein Bernhard von Ladendorf als Lehensinhaber genannt. In einer weiteren Urkunde wird 1329 ein Chunrat von Hadmansdorf erw\u00e4hnt. Der 1398 aufscheinende Ritter Alber von Hadtmansdorf war K\u00e4mmerer des Herzogs Albrecht V. Damals war der kleine Wehrbau aber nicht mehr im Familienbesitz. Er war im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts landesf\u00fcrstlich geworden und zuerst als Lehen an Ulrich den Tumbrizer gelangt. Auf ihn folgte um 1415 Wulfing der Dachpeckh. Bei den Herren von Dachpeckh (heute: Dappach bei Brunn\/Wild) blieb Harmannsdorf bis 1499. Der turmartige Ansitz wurde damals als \u201eH\u00f6llturm\u201c bezeichnet und kann als eine der f\u00fcr die Gegend damals typischen kleinen Wasserburgen (sogenannte Niederungsburgen) angenommen werden. Gespeist wurde der Graben durch den westlichen Ursprungsarm der Schmida. Am H\u00f6llturm trafen sich die Grenzen der Landgerichte Eggenburg, Gars und Horn. Ritter Hans Dachpeckh verkaufte den Besitz an seinen Vetter Wigeleus Vellaprunner, der ihn 1503 an die mit ihm verwandten Br\u00fcder Christoph und Sebastian Grabner abtrat. Darauf folgten 1528 Wolfgang Steger sowie mehrere andere Besitzer, denen die Herrschaft aber meist nur wenige Jahre geh\u00f6rten. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><span style=\"color: #000000;\">Von 1569 an besa\u00df die Familie Pernstorfer die kleine, bereits veraltete Burg. Um 1590 geh\u00f6rten zur Herrschaft 56 Untertanen. Sebastian Pernstorfer lie\u00df um 1600 basierend auf bestehenden Bauten ein fast quadratisches Renaissance-Wasserschloss errichten. Der H\u00f6llturm wurde als Bergfried beibehalten, da man nicht wusste, ob man ihn nicht vielleicht in unsicheren Zeiten wieder brauchen k\u00f6nnte. Mit dem Bau verschuldete sich aber Pernstorfer.&nbsp;Vermutlich wurde die Familie Pernstorfer, die wie der Gro\u00dfteil des Adels und der Landbev\u00f6lkerung des Waldviertels den Lutherischen Glauben angenommen hatte, zudem den schweren Repressalien der Gegenreformation ausgesetzt. Als Protestanten verloren sie schlie\u00dflich Schloss und Gut Harmannsdorf, das 1611 vom Fiskus eingezogen wurde.<\/span><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AKON_AK064_431.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"662\" src=\"http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AKON_AK064_431-1024x662.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-339\" srcset=\"http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AKON_AK064_431-1024x662.jpg 1024w, http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AKON_AK064_431-300x194.jpg 300w, http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AKON_AK064_431-768x496.jpg 768w, http:\/\/www.schlossharmannsdorf.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AKON_AK064_431.jpg 1676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><span style=\"color: #000000;\">1627 erwarb Christoph Eggstein von Ernegg die verarmte Herrschaft. Er konnte sie durch Zuk\u00e4ufe verschiedener G\u00fcter, wie Zogelsdorf und K\u00fchnring, wieder ausbauen. Besonders die Steinbr\u00fcche von Zogelsdorf sollten sich bald als finanzielles R\u00fcckgrat der Herrschaft erweisen. Nachfolgende Besitzer waren die Freiherren von Mayerberg und die Barone Heuel. In diese Zeit f\u00e4llt der Ausbau des m\u00e4chtigen fr\u00fchbarocken Sch\u00fcttkastens im Schlosspark. Seine Bl\u00fctezeit erlebte Harmannsdorf 1742 bis 1825 unter den Herren von Moser. Um 1760, als die Wehrhaftigkeit der Burg durch die Feuerwaffen l\u00e4ngst illusorisch geworden war, lie\u00df Daniel von Moser die Anlage barockisieren und einen franz\u00f6sischen Park anlegen. Auf die Moser folgten auf Erbweg ihre Verwandten, die Freiherren von Suttner. 1866 kam es zu gr\u00f6\u00dferen Umbauten, wobei der Westtrakt aufgestockt wurde und der Bergfried seinen zinnengekr\u00f6nten Abschluss erhielt. Zu einem neuerlichen finanziellen Engpass kam es unter Carl Freiherr von Suttner. Bei der 1904 erfolgten Zwangsversteigerung ging als Bestbieter der bisherige Hauptgl\u00e4ubiger, die Sparkasse Innsbruck, hervor. Auf zwei Kurzzeit-Eigent\u00fcmer folgte 1908 die Baronin Irma von Pach, geb. Reichsgr\u00e4fin Henckel von Donnersmarck. Sie lie\u00df das Schloss umgehend restaurieren und modernisieren. Die n\u00e4chsten Schlossbesitzer waren der deutsche Gro\u00dfindustrielle Hans Prym (1916) und der Generaldirektor der Semperit-Werke Marcell Herczeg (1927). Von 1936 bis 1976 waren die Grafen Abensberg-Traun aus dem benachbarten Maissau die Eigent\u00fcmer.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><span style=\"color: #000000;\">Die Zogelsdorfer Steinbr\u00fcche waren aber im Besitz von Marcell Herczeg verblieben. Als die Familie Abensberg-Traun das Schloss verlie\u00df, nahm sie fast die gesamte Einrichtung mit, doch war diese bereits 1945 von russischen Soldaten ausgiebig gepl\u00fcndert worden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><span style=\"color: #000000;\">1976 erwarb der Veterin\u00e4rmediziner Prof. Dr. Erich Glawischnig das Schloss. Er richtete in den Wirtschaftsgeb\u00e4uden einen Lehr- und Forschungsbetrieb ein und lie\u00df das Hauptgeb\u00e4ude zwischen 1985 und 1991 restaurieren. Seit 2001 ist Mag. Dieter Glawischnig der Eigent\u00fcmer des Schlosses, das nach wie vor von der Familie bewohnt wird.&nbsp;Es werden laufend Restaurierungen an Schloss, Sch\u00fcttkasten, Orangerie und Wirtschaftsgeb\u00e4uden vorgenommen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><span style=\"color: #999999;\">Quellen:<br>\u00d6NB digital: Ansichtskarte Datierung 1934, M\u00f6rtl Verlag,&nbsp; http:\/\/data.onb.ac.at\/AKON\/AK064_431<br>Burgen-Austria online: www.burgen-austria.com<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man nimmt an, dass der Ort eine Gr\u00fcndung des um 1250 verstorbenen Kuenringers Hadmar IV, genannt \u201eder Bucklige\u201c, ist. Er hatte keine direkten Nachkommen, so dass Harmannsdorf an die Herren von Maissau gelangte, die es als Lehen an ihre Dienstleute weitergaben. 1254 wird ein Bernhard von Ladendorf als Lehensinhaber genannt. 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